Workshop: Zuhören als Kernkompetenz

Mittwoch // 28. November 2018 // 10.00–17.00 Uhr

Japanisches Palais Dresden · Großer Vortragsraum · Palaisplatz 11 · 01097 Dresden

Der Workshop schließt an die vorausgegangenen Workshops, die von Oktober 2017 bis April 2018 im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Blickpunkt Dresden: Migration-Zugehörigkeit-Bildung‘ stattgefunden haben, an. Die zentrale Ausgangsfrage der Workshopteilnehmenden war: Was können die Dresdner Kunst- und Kultureinrichtungen konkret tun, um repräsentativer für die Migrationsgesellschaft zu werden? Wie verstehen sie ihre Verantwortung und Rolle, zu dem Selbstverständnis Dresdens als Stadt der Migration beizutragen?

In der Fortsetzung der Workshops möchten wir uns mit dem Zuhören als Kernkompetenz und Methode in der Kunst- und Kulturarbeit auseinandersetzen und uns zentral der Frage widmen, was Zuhören in der Migrationsgesellschaft bedeuten kann. Wir werden uns diesem Verständnis u. a. durch Reflexionen an konkreten Beispielen der musealen Arbeit nähern. In der anschließenden Arbeitsphase möchten wir uns gemeinsam mit Dresdner Kunst- und Kulturschaffenden über Strategien austauschen, wie das Zuhören praktiziert werden kann und wie durch diese Praktiken eventuell neue Teilhabechancen ermöglicht werden können.

Wir orientieren uns dabei an folgenden Fragen:

  • Welche Arbeit ist notwendig, um Mechanismen des strukturellen „Silencing“ im Kontext von Kunst/Kulturarbeit zu erkennen, zu verstehen, zu schwächen?
  • Wie kann migrantisch situiertes Wissen und Sprechen in Kunst- und Kulturarbeit dauerhaft integriert und Migration als „total social fact“ (Sandro Mezzadra) anerkannt werden?
  •  Wie können die herrschenden Bilder und Narrative durch alternative Wissensproduktionen beeinflusst und verändert werden?
  • Wie können Kollaborationen von Künstler*innen und Theoretiker*innen mit und ohne s. g. Migrationshintergrund sowie von Zeitzeug*innen und Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung gefördert werden?

Nicht zuletzt wird uns die Frage beschäftigen: Sind Kunst- und Kulturschaffende bereit, Zuhören zu praktizieren, auch wenn dadurch eventuell die eigene Erzählung beeinflusst wird?

Wir werden uns diesem Verständnis mit Impulsen und Reflexionen an konkreten Beispielen der musealen Arbeit nähern. Unsere Referent*innen sind:

Aurora Rodonó, Dozentin an der Universität zu Köln und Freie Kulturschaffende

Ayşe Güleç, forschende Aktivistin & Kulturarbeiterin in den Bereichen Migration, Postkolonialismus, Anti-Rassismus und Kunst

Nanette Snoep, Direktorin der Museen für Völkerkunde Leipzig, Dresden und Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Dr. Noa Ha, Leiterin Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden

sowie Vertreter*innen von Hatikva e.V. Dresden und der Gruppe Dresden Postkolonial

In der anschließenden Arbeitsphase möchten wir uns gemeinsam mit Dresdner Kunst- und Kulturschaffenden über Strategien austauschen, wie das Zuhören praktiziert werden kann und wie durch diese Praktiken eventuell neue Teilhabechancen ermöglicht werden können.

Ausführliches Programm: Bitte hier klicken.

Die Zahl der Workshop-Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Bei Bedarf bemühen wir uns, Kinderbetreuung und Übersetzung zu organisieren. Bitte sprechen Sie uns an!

Anmeldung bitte an: sonja.riehn@pokubi-sachsen.de

Für warme Getränke und einen kleinen Mittagsimbiss ist gesorgt.