Archiv der Kategorie: Allgemein

Lesung: Contrapunctus

Wir wollen euch auf eine interessante Veranstaltung der Gruppe AusserKontrolle aufmerksam machen. Am 14.4. um 19 Uhr liest Michael Götting aus seinem Roman „Contrapunctus“ im Hole of Fame.

Der Roman ist eine polyphone, wilde Reise durch das Leben der afro-deutschen Protagonist*innen und das kollektive Bewusstsein der Berliner Republik. Der Autor wirft einen schonungslosen Blick auf das Leben von Indigo, Rutha-Pong, Habibi und Olaudah. Vier Schwarze Deutsche, die im Berlin der Jahrtausendwende mit dem kolonialen Erbe der Stadt, ihren Beziehungen und den Symptomen rassistischer Tendenzen in der Gesellschaft kämpfen. mehr dazu gibts hier

Statement im Rahmen des Gedenkens an Jorge Gomondai

Am 6.4.1991 verstarb Jorge Gomondai an den Folgen eines rassistischen Angriffes in Dresden. Lange wurde dieser rassistische Mord nicht als solcher anerkannt. Doch der Mord an Jorge Gomondai stand im Kontext steigender Zahlen rassistischer und rechtsmotivierter Angriffe und Morde, Pogrome und den daraus folgenden Asylrechtsverschärfungen anfang der 1990er Jahre. Die aktuellen Ereignisse erinnern viel zu oft an diese Zeit und verdeutlichen Kontinuitäten von rassistischen Angriffen bis hin zu menschenverachtenden Gesetzgebungen.

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Video über die indigene, feministische Umweltaktivistin Berta Cáceres

Wir möchten euch ein Video über die indigene, feministische, Umweltaktivistin und Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres aus Honduras und die Kämpfe ihrer Bewegung gegen Bergbau, zur Verteidigung der indigenen Territorien und für Gerechtigkeit ans Herz legen.

https://www.youtube.com/watch?v=bq0LV-V-khU

Ihre Tochter Berta Zuniga war auf dem letzen BUKO-Kongress in Münster und beteiligt an der Mobitour für Bewegungsfreiheit, Autonomie und Gutes Leben statt G7 2015.

Weitere Infos:

http://hondurasdelegation.blogspot.de/ und
http://www.oeku-buero.de/start.html

Wir verurteilen die Ermordung der indigenen Lenca-Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres

Die Organisation CIFCA (Iniciativa de Copenhague para Centroamérica y México) hat einen offenen Brief verfasst, in dem die Ermordung von Berta Càceres verurteilt wird und Schutz von Menschenrechtsaktivist_innen in Honduras gefordert wird.

Weiterhin wird aktuell auch zu einer Protesbriefaktion aufgerufen.

Die folgende deutsche Übersetzung des offenen Briefes haben wir dem Internetauftritt des Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit München entnommen:

Berta Cáceres war ihr ganzes Leben aktiv in der Verteidigung territorialer und kultureller Rechte der indigenen, Garifuna- und bäuerlichen Bevölkerung von Honduras. Sie war landesweit und auf internationaler Ebene anerkannt als Menschenrechtsverteidigerin, besonders der Rechte von Frauen und Indigenen. Im Jahr 2015 wurde sie für ihren Kampf in der Verteidigung territorialer Rechte, natürlicher Ressourcen und Mutter Erde mit dem Goldman-Preis ausgezeichnet.

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Feministischer Kampftag 2016 – Leipzig

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Kämpfe verbinden – Patriarchat überwinden

Feministische Kämpfe gegen lokale und globale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse wurden weltweit schon immer geführt.
Auch heute gehen wir gegen diese Zustände auf die Straße und kämpfen nicht nur für ihre Abschaffung, sondern auch gegen ihre Instrumentalisierung.

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Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres ermordet

Wir teilen an dieser Stelle die Mitteilung der Hondurasdlegeation zum Mord an Berta Cáceres, deren Tochter wir im Rahmen der Mobitour gegen G7 kennengelernt haben.

„Heute morgen hat der Zivile Rat der Indigenen- und Volksorganisationen von Honduras (COPINH) bekannt gegeben, dass seine Koordinatorin Berta Cáceres in La Esperanza, Intibucá ermordet wurde. Die Mörder drangen gegen 1 Uhr morgens gewaltsam in ihr Haus ein.
Berta Cáceres hatte wiederholt Morddrohungen dafür erhalten, dass sie die Rechte der indigenen Lenca verteidigte. Sie wurde politisch verfolgt und kriminalisiert.

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10. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt

Das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB) veranstaltet am 27.02.2016 in 10.GedenkmarschBerlin den 10. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt. Der 2007 ins Leben gerufene Gedenkmarsch macht auf die Forderung nach Anerkennung der Verbrechen gegen Schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft aufmerksam und findet in Kooperation mit zahlreichen afrikanischen und Schwarzen Organisationen statt. Weiterlesen

Gastrede von Paul Mecheril

Dem Erziehungswissenschaftler Paul Mecheril  gelingt in seiner Rede zu einem Neujahrsempfang in Bremen eine leicht verständliche, tief gehende und weitreichende Analyse eines sehr aktuellen Themas: Flucht. Dabei erläutert er Fluchtursachen, postkoloniale Hintergründe, fordert Bescheidenheit statt Wachstum der geopolitisch Privilegierten und erklärt, warum ihm das aktuelle Sprechen über Geflüchtete und Migrant*innen in Deutschland die Luft nimmt. Zum Beispiel, weil „rassistische Darstellungen und Reden […] im postnationalsozialistischen Deutschland  des 21. Jahrhundert wieder salonfähig [sind]“, wie z.B. das viel diskutierte Titelbild des Fokus nach den sexuellen Übergriffen in Köln, das Gegensätze zwischen „uns“ und „den anderen“ aufmacht, die wir schon aus der Kolonialzeit kennen. Mecheril spricht in diesem Zusammenhang auch über sexualisierte Gewalt und über Männlichkeiten. Für seine Überlegungen zum aktuellen Rassismus nutzt er spannende psychologische Erklärungsmechanismen und thematisiert die Rolle Europas: „Europa ist widersprüchlich, Europa ist ein Ort und Projekt der Barbarei, der Shoa, der ökologisch-ökonomischen Ausbeutung der Welt, des Kolonialismus und Europa ist  Ort und Projekt der Aufklärung, der Menschenrechte und des Strebens nach einem guten Leben für alle. Europa ist also widersprüchlich und antagonistisch“. Er fordert Gewaltverhältnisse zu thematisieren, dass Menschen nicht auf Kosten anderer leben und fragt wie, wir dazu beitragen können, „dass etwas was ich Solidarität in der Weltgesellschaft nennen möchte, einer Solidarität, die sich auf Andere bezieht, mit denen ich zwar in einem praktischen Zusammenhang […] stehe, die aber entfernt sind, wie können wir dazu beitragen, dass diese nicht mehr im Modell der Gemeinschaft […] ausbuchstabierte Modell von Solidarität, diese Solidarität unter Unverschwisterten, für Menschen sinnvoller wird und möglich ist?“ Die sehr, sehr lesenswerte Rede findet sich beim Weserkurier.

Demonstration in Dresden „Grenzenlose Solidarität“/ „Solidarity without limits“

actiondayFlyerOrangeAm 06.02.2016 wird unter dem Motto “Grenzenlose Solidarität” ein europaweiter Aktionstag gegen die Festung Euopa stattfinden, an dem es auch in Dresden eine bundesweite Demonstration geben wird. Wir wollen den Tag nutzen, um die politische Solidarität mit Flüchtenden weltweit zu stärken und die Verbindungen zwischen ihren Fluchtgründen und der europäischen Innen- und Außenpolitik zu thematisieren.

Solidarität muss politisch werden

Demonstration | Hauptbahnhof
06. Februar 2016 | 12 Uhr

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Lasst uns one -way-tickets zum Mond kaufen für all die Männer, die Frauen verletzen. Dann werden wir ja sehen, wie viele hier übrig bleiben!

Hört auf, Eure rassistischen Gesetzesverschärfungen und Abschiebungen im Namen von Frauenrechten zu legitimieren!

DemoBerlinvsViolenceWomen25Nov2015-0059-e1453459418812Die Ereignisse der Silvesternacht in Köln sind für keine Frau*, besser gesagt für keinen Menschen akzeptabel, völlig egal welcher Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Was in Köln passiert ist, sollte nicht so dargestellt werden als wäre es der einzige Fall in dieser sogenannten zivilisierten Gesellschaft.Gewalt gegen Frauen hat sehr unterschiedliche Formen und wird von Männern weltweit ausgeübt, auch deutsche Männer sind Täter. Und nur die wenigsten Sexuellen Übergriffe und die wenigsten Vergewaltigungen werden in dieser Gesellschaft geahndet, geschweige denn strafrechtlich verfolgt. Flüchtlinge abzuschieben, um „Frauen zu schützen“ ist genauso absurd und verlogen wie Angriffskriege im Namen der Frauenrechte zu führen. Was dies für die Bevölkerung bedeutet, sieht man in Afghanistan: noch mehr Tote und Zerstörung. Weiterlesen

Europaweiter Aktionstag gegen die Festung Europa

plakat german

Am 6. Februar werden sich rechte Populist*innen, neofaschistische Bewegungen und Parteien an verschiedenen Orten Europas versammeln, um für ihre reaktionären Ideen von überlegenen “Völkern” und “Nationen” zu verbreiten. Wir werden dies nicht einfach hinnehmen! Wir rufen dazu auf, ihnen entschlossen entgegenzutreten und  politische Solidarität zu zeigen! An diesem Tag rufen wir zu einem europaweiten Aktionstag gegen die Festung Europa auf! Weiterlesen

SozialeArbeitMachtRassismus – Bleibende Widersprüche und Ansätze des Handelns

Unser nächstes öffentliches Treffen findet am 25.01.2016 statt. Zusammen werden wir den Vortrag „SozialeArbeitMachtRassismus – Bleibende Widersprüche und Ansätze des Handelns“ von Prof. Dr. María do Mar Castro Varela um 19 Uhr in der EHS besuchen. Danach (gegen 21.30 Uhr) wollen wir das Gehörte in einer gemütlichen Runde im Bautzener Tor diskutieren. Wir freuen uns auf euch!

Hier ist die Vortragsankündigung zu finden:

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#ausnahmslos

Die Ereignisse von Köln in der Silvesternacht haben einen ‚Aufschrei‘ in Deutschland ausgelöst. Als es den #Aufschrei vor drei Jahren gab, waren die Reaktionen auf das Anprangern von sexualisierter Gewalt oft sehr kritisch, es ging schließlich auch um einen mächtigen, weißen, deutschen Mann. Doch nun, wenn es sich um vermeintlich Nicht-Deutsche Täter handelt, wird sexualisierte Gewalt plötzlich verurteilt. Dies ist an sich sehr positiv und mehr als überfällig, allerdings geht es in der aktuellen Debatte nun vor allem darum, zu zeigen, warum zu viele Geflüchtete in Deutschland und diese nicht integrierbar seien – dies scheint die eigentliche Ursache für den Aufschrei zu sein, dem mit den Ereignissen von Köln Material geliefert wurde. Der Diskurs wird weit rechts geführt, ist rassistisch aufgeladen und journalistische Medienstandards wurden fallengelassen (Artikel in der taz zur Berichterstattung danach). Um die Betroffenen (Schilderung und Kommentar einer von sexualisierter Gewalt Betroffenen zu den aktuellen Vorfällen in der Freien Presse) und das Problem der sexualisierten Gewalt (welche für die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland Alltag ist) geht es mal wieder nur in bestimmten Medien und Kreisen (z.B. spannender Kommentar von kleinerdrei, postkoloniale Analyse im fluter). Auch die Linke hat sich lange schwer getan mit einer Reaktion (Artikel in der jungle world dazu). Um diese Leerstelle zu schließen und die Probleme der Ereignisse in Köln und der sich anschließenden Debatte auzuzeigen, gibt es zum Glück #ausnahmslos, ein zweisprachiges Manifest „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall.“  von 22 progressiven Feministinnen, welches unterzeichnet werden kann. Denn: „Sexismus und sexuelle Gewalt gibt es in #ausnahmslos allen Kulturen, es ist kein importiertes Problem, Schluss mit den rassistischen Vorurteilen.“ (Artikel vom Freitag)

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Podiumsdiskussion „Soziale Zentren für alle!“/ open forum „social centers for all!“

Wann: 10.01.2016 – 16:30 Uhrsoziales zentrum für alle

Wo: Projekttheater Dresden, Louisenstraße 47

Täglich riskieren Menschen auf dem Weg nach Europa ihr Leben. Fast immer stehen sie hier einer restriktiven Unterbringungs- und Lebenssituation gegenüber. In Städten wie Leipzig, Frankfurt/ Main und Dresden werden die Forderungen nach selbstverwalteten Räumen immer lauter.

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international conference of refugees & migrants/ conférence internationale des réfugiés & migrant-e-s /Internationale Konferenz von Geflüchteten & Migrant*innen

Invitation to all activists – for the rights of refugees and migrants!
Invitation à tous les militant-e-s des droits des réfugiés et des migrant-e-s!
Einladung an alle Aktivist*innen – für die Rechte von Geflüchteten & Migrant*innen!

In August 2015 the politically active refugees from Berlin, Hannover and Hamburg together refugeeconferencorganized a nationwide Refugee Conference in Hannover. Building on this cooperation, we have the pleasure to invite you to the International Conference of Refugees and Migrants on 26-28th February 2016 in Hamburg.

(en /fr / ger)

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