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Menschliche Überreste müssen zurückgegeben werden Forderungen an mehrere Kultureinrichtungen in Dresden und Umland

Auch in Dresden gibt es eine Debatte über die Rückgabe menschlicher Überreste, die aus der Kolonialzeit stammen. Eigentlich sollte klar sein, dass diese sogenannten „human remains“ zu den Nachfahren zurückgehören, vor allem, wenn die Stücke aus einem so extremen Gewaltkontext stammen. Aber viele Museen weigern sich. redhaircrow schreibt dazu: „Returning the human remains to the person’s tribe is ethical, moral and right, so that it can be properly respected, cared for and returned to the earth but all the Karl May Museum can think of is material goods, ownership.“ Zum kompletten Artikel geht es hier. Über weitere Forderungen berichtete auch die Sächsische Zeitung, und es gab zwei Anfragen im Sächsischen Landtag dazu, die inzwischen auch beantwortet wurden.

Debatte zu Human Remains Menschliche Überreste aus der Kolonialzeit in deutschen Museen

Wie kann mit menschlichen Überresten aus der Kolonialzeit umgegangen werden, die sich noch heute in deutschen Museen befinden? Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die auch das Humboldtforum bespielt, will etwas am Umgang ändern. Es ist mehr als an der Zeit für einen Umschwung der Gedanken und Handlungen, denn die Rückgabe – und Restitutionsprozesse der letzten Jahre waren schockierend und zum Teil menschenverachtend. Der Artikel von der taz beleuchtet diese Debatte.

Schon Beutekunst betrachtet? Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt-Forum

csm_webbanner_web_9e0933576f„Das sog. „Humboldt-Forum“, das Kernstück des rekonstruierten Berliner Schlosses, wird zukünftig die ethnologischen Sammlungen aus Afrika, Asien und den Amerikas beherbergen. Doch welche Symbolik wird erzeugt, wenn diese Sammlungen, die zu einem nicht unwesentlichen Teil während der (deutschen) Kolonialzeit geraubt wurden, hinter einer preußischen Fassade gezeigt werden? Um diese Frage aufzuwerfen und eine öffentliche Debatte anzuregen, veranstaltet AfricAvenir ab September 2013 Dialogforen und eine Wanderausstellung, die sich kritisch und aus einem dezidiert dekolonialen Blickwinkel mit den gegenwärtigen Entwicklungen auseinandersetzt. Um ein eurozentrisches und restauratives Museum zu verhindern – mindestens aber zu skandalisieren – wird die koloniale Geschichte von Objekten thematisiert und das Konzept dieses Museums in Inhalt und Form aus afrikanischen und afro-europäischen Perspektiven hinterfragt.“ Mehr Infos findet ihr hier.